Frauen der Arbeitsgruppen Handarbeit
stricken anlässlich des AWG-Jubiläums
Die Stricknadeln flutschen nur so durch die Wolle – scheinbar wie ferngesteuert, denn die Frauen, deren Hände sie führen, schauen so gut wie gar nicht auf ihr „Werkzeug“. Im Gegenteil: Ihre Blicke gehen eher in die Runde, denn es wird eifrig erzählt. So wie eigentlich immer, wenn sich die AWG-Arbeitsgruppen Handarbeit wöchentlich in Güstrow und Parchim treffen.
„Das Stricken klappt wie im Schlaf“, sagt Inge Hinkelmann und fügt hinzu: „Wie viele Pullover, Socken oder Mützen ich in den zurückliegenden Jahrzehnten schon aus Wollknäueln entstehen ließ, kann ich gar nicht mehr zählen.“ Aus eigener Erfahrung können die meisten der anderen Damen da nur zustimmen, denn auch sie machen seit nahezu ihrem ganzen Leben Strick- und Näharbeiten.
Eigentlich haben alle in den Runden immer ein „eigenes Projekt“ am Wickel. Doch seit dem 1. Februar schaut es ganz anders aus: 70 Schals wollen die Frauen bis zum 70. Geburtstag der AWG, der Ende Juni bevorsteht, gestrickt oder gehäkelt haben. Auf diese Weise machen sie aktiv mit bei der Gestaltung des Jubiläumsjahrs. „So soll es ja bei der Genossenschaft sein: Alle tragen das bei, was sie können, helfen mit und sorgen für Gemeinschaft sowie Zusammenhalt“, sieht es Christine Kahsnitz – und erntet ungeteilten Zuspruch von ihren Mitstreiterinnen.
„Es ist schön, wenn wir uns einmal pro Woche treffen. Dann geht es um Handarbeit, vor allem aber um den Austausch, um die Gespräche. Wir stärken uns gegenseitig und halten uns auch geistig fit“, ergänzt Erika Wuttke.
Die Idee, 70 Schals zum 70. Jubiläum zu stricken, stieß bei den Handarbeitsgruppen sofort auf offene Ohren – ebenso der Gedanke, die „Halswärmer“ für einen guten Zweck zu spenden. „Es macht Freude, wenn man helfen kann“, betont Monika Raeger, Leiterin der Parchimer Handarbeitsgruppe.
Geplant ist, die Schals beim AWG-Familienfest, das am 27. Juni im Wildpark Güstrow für alle AWG-Mitglieder und deren Familien stattfindet, symbolisch zu übergeben. Vermutlich muss die AWG dafür kräftige Träger organisieren, denn so wie die Handarbeits-Damen loslegen, dürften bis Juni weit mehr als die 70 Schals zur Verfügung stehen.
Zum Titelbild:
Stolz präsentieren die Güstrower „Nadelzauberinnen“ die bislang geschafften Schals: Gerda Schoof, Erika Wuttke, Christine Kahsnitz, Monika Genschow, Rosemarie Bredo, Erika Klasak, Inge Hinkelmann (stehend von links), Elfriede Thrams (sitzend).
Zum Galeriebild:
Eifrig und mit Freude beim Stricken sind die Frauen der Parchimer Handarbeitsgruppe: Waltraut Lente, Monika Raeger, Gisela Polzin, Barbara Maaß, Karin Sanftleben, Rosemarie Schwanbeck und Gabi Laskowski (v. r.).
